Notstand in Hausen

Ich mache mir zu viele Sorgen, sagt Becky.

Aber das, was man aus Hausen hört, ist nun wirklich nicht gut. Der Bürgermeister soll sogar den Notstand ausgerufen. Ein paar geheimnisvolle Jäger, die so eine Art Yeti suchen, sind aufgetaucht. Ein weißes Männchen, so heißt es, habe angefangen, Leute zu entführen. Klingt nicht gerade realistisch. Ein schlechter Scherz?

Aber dann hat gestern Papa angerufen. Czścibor sei verschwunden. Normalerweise würde ich sagen, dass er – wie meistens – bei seiner Freundin ist. Aber unter diesen Umständen… da mache ich mir schon so meine Gedanken. Czścibor wäre eben wirklich nicht der Erste. Vanja ist weg – naja, vielleicht hat sie sich einfach mit einem guten Buch irgendwo eingeschlossen. Aber auch Lisa, Nikolaus, Julien, Stacy und viele andere. Zu viele, als dass es ein Zufall sein könnte.

Was, wenn die alte Hexe dahintersteckt? Es gibt ja Gerüchte, dass in ihrem Umfeld schon einmal jemand verschwunden ist. Jemand, den sie wirklich gehasst haben muss. Vor vielen, vielen Jahren. Immerhin ist sie auch verschollen… Das schließt übrigens auch aus, dass die Verschwundenen einfach im Urlaub sind oder Ähnliches. Denn wer würde freiwillig mit der alten Schreckschraube Heidi verreisen? Nicht einmal ihre Enkelin, das steht fest!

Nein, Becky hat diesmal nicht recht. Etwas Seltsames geht in Hausen vor…

Und eins steht fest: hier in der Stadt bin ich auch nicht sicher, wenn es wirklich die alte Wolfeisen ist, die dahintersteckt. Oder… etwas schlimmeres… In jedem Fall werde ich Robert kontaktieren. Er ist der Experte für solche Dinge – und wahrscheinlich der einzige, der uns noch helfen kann… wenn es stimmt, was die Leute sagen.

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